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Billy der Bücherwurm und die Corona Chroniken

Billy der Bücherwurm - Tag 11

Nachdem der Pirat Eisbein seinen alten Schlachtruf gerufen hatte und seinen scharfen Säbel gezückt hatte, waren Frieda und Billy in heller Aufregung. Billy wollte schnell noch einen Fluchtweg finden und zischte >Frieda komm, renn los, wenn ich es sage, wir müssen hier weg < da legte der Pirat lammfromm seinen Säbel weg und klopfte ihnen auf die Schulter. Er hatte sich entschieden. Er würde mit ihnen zusammen den Kobold bekämpfen oder mit ihnen zusammen im Suppentopf oder im Meer landen. Jetzt war die Zeit gekommen zu handeln. Und er erzählte den erstaunten Freunden, dass er schon viele Jahre im Dienst den Kobolds stand und schon lange nicht mehr auf Freiheit gehofft hatte. > Alleine kann man ihn nicht besiegen, meinte er bekümmert. Die Knirpse sind sehr gefährlich und immer in der Überzahl. Es nützt ja auch nichts, dass sie nicht schwimmen können, es ist einfach nicht zu schaffen, sie zu fangen.< Da wurde Billy ganz kribbelig. > Sie können nicht schwimmen ? Sie gehen im Meerwasser unter und sind dann unschädlich ? Alle ?<

Das konnte Eisbein bestätigen. Auf diesem Schiff waren 230 Armeen von tausenden von Korona-Knirpsen. Das waren alle, die der Kobold hatte. Er wollte sie im Zauberwald gegen alle Fabelwesen einsetzen und damit die Herrschaft endgültig an sich reißen.

Da wurde auch Frieda ganz nervös und sie fühlte sich ganz fertig. >Das schaffen wir vielleicht doch nicht, sooo viele Feinde zu besiegen, zweifelte sie. <

Aber Billy hatte einen Plan. Er musste rausfinden, wovor sich die Knirpse am meisten fürchteten. Wenn man das wüsste, konnte man sie vielleicht ins Meer scheuchen. Da konnte Eisbein ihm helfen.

>Was sie noch mehr als Wasser fürchten, sind Flammen. Wenn sie Feuer sehen, dann rennen sie wild umher und versuchen zu fliehen.<

Der kluge Billy dachte nach. >Und wenn dann nur ein einziger Weg bliebe, dem Feuer zu entkommen, dann, ja dann würden sie den Weg sicher nehmen. So könnte man sie vielleicht ins Meer scheuchen und die Welt der Fabelwesen wäre gerettet.<

Rocco wollte sofort loslegen. Aber der Pirat Eisbein mahnte zu Geduld.

>Zuerst muss ich jetzt sofort mal nach oben und Essen für meinen Boss kochen. Wenn er mich suchen kommt, seid ihr des Todes. Ich koche ihm jetzt sein Mittagessen und heute Abend, wenn es dunkel ist, und alle schlafen, dann komme ich wieder und wir machen einen Plan, wie wir schon mal all die tausend Korona-Knirpse ausschalten. Wenn wir nur eine riesige Explosion oder ein Feuer-Spektakel hätten.< und schnell rannte er die steile Treppe hoch in seine Koch-Kombüse.

Da waren die Freunde sehr aufgeregt und sprachen alle durcheinander. Jetzt wurde es spannend. Man brauchte jetzt den genauen tollen Plan und dann könnten sie einen großen Sieg feiern, gemeinsam mit Eisbein, ihrem neuen Freund.

Plötzlich pupste jemand ganz laut und unverblümt und ein ziemlich übler Geruch machte sich breit. Wer war das? Alle sahen sich an. Da raschelte es in dem kleinen grünen Zauberbuch und der kleine Lindwurm meldete sich zu Wort. >Sorry, meinte er, ich hatte von der Ruckelei hier auf dem Schiff einen Schluckauf, und immer, wenn ich einen Schluckauf habe, muss ich pupsen.<

Frieda war sehr empört über den frechen kleinen Lindwurm. Er sollte jetzt bloß nicht stören, denn sie wollten über ihren Plan nachdenken, bevor der Pirat Eisbein wiederkäme. Dieser kleine stinkende Lindwurm sollte sie jetzt nicht nerven. Aber halt. Da schaltete sich Billy, der mit Abstand klügste Bücherwurm aller Zeiten, ein.

Sie brauchten doch Feuer, um die Knirpse ins Meer zu treiben. Dieser kleine Lindwurm konnte doch Feuer spucken, das hatte er doch schon bewiesen. Vielleicht war das ja die Idee. Und wenn die Knirpse erst mal besiegt wären, wäre ja der Kobold nicht mehr ganz so gefährlich.

Billy sah sich den kleinen Lindwurm nun ganz genau an. Und da fiel ihm etwas auf, etwas, was auch Frieda plötzlich mit großen kugelrunden Augen erkannte.

Liebe Kinder,
Wie es weitergeht, erfahrt Ihr morgen, wenn Ihr Eure Hausaufgaben gemacht habt

Heike Seele

Heike Seele

Heike Seele ist Stifterin der Seele-Stiftung, die 2012 gegründet wurde. Sie ist begeisterte Vollblut-Pädagogin und systemischer Coach. Die Lummerlandschule ist ein Herzensprojekt; und soll Kindern ein 2. Zuhause in der Schulbetreuung bieten und eine Werkstattschule, in der mit Kopf, Herz und Hand und viel Natur gelernt und erlebt wird. In Ihrer Freizeit ist Heike Seele gerne für Kinder "Sina die Geschichtenerzählerin", am liebsten mit selbst erfundenen Geschichten.

Heike Seele

Mike Brandt

Mike Brandt ist Musikpädagoge, Autor diverser Bücher für Kinder und Erwachsene, Musiker und Komponist. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Petra Brosch führt er nebenbei ein kleines Puppentheater. Die Puppen für dieses Theater hat Petra größtenteils selber angefertigt, um die Texte und Lieder kümmert sich Mike.