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Billy der Bücherwurm und die Corona Chroniken

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Nachricht von Bücherwurm Billy

Billy der Bücherwurm - Tag 9

>hört zu, ich habe einen Plan. Wir können hier von dem großen Baum aus nichts tun. Wir nehmen den kleinen Lindwurm mit. Den Zauberbann lösen wir später. Wir müssen auf das Schiff. Dort können wir den Corona-Kobold nachts vielleicht überraschen und besiegen. <

Der Rabe Rocco fand den Plan tollkühn, aber auch toll. Er kannte ja das Piratenschiff. Er flog zum Auskundschaften Richtung Schiff. Von oben sah er, wie die Piraten große Fässer an Land brachten und neue Vorräte an Bord holten. Ahhh, und da war ja auch der Kapitän, der verwegene Mecki-Messer. Ein wirklich gefährlicher Kerl mit einer Augenklappe. Er schrie seine Männer lauthals an und drängte zur Eile. Wenn die Flut zurück ging, mußte das Schiff wieder ablegen, sonst saßen sie fest. Der Rabe sah, wie ein riesiges Fass mit Wasser zum Schiff gerollt wurde und dann am Strand lag. Das war doch die Gelegenheit. Sie könnten doch in das Fass klettern und dann heimlich und unbemerkt an Bord des Schiffes gelangen und dann schaute man weiter. Plötzlich sah er wie der Corona-Kobold an Deck des Schiffes sein Fernrohr nahm und den Himmel absuchte. Ohhh Schreck, da hatte er Rocco gesichtet. >Ahhhhhhh, schrie der Kobold mit grausiger Stimme. Da ist der Verräter, da oben fliegt er. Richtet die Kanonen und schießt ihn ab. Und er rannte zu den Bord-Kanonen.<

Rocco konnte sich grade noch in die Baumwipfel und aus der Schußlinie der Kanonenkugeln retten, als die los krachten. Er verlor nur einige Federn in dem Getümmel…..

Auf dem alten Baum angekommen berichtete er den Freunden von seinen Beobachtungen. >Wir können uns in dem Wasserfass einschmuggeln, aber es ist sehr gefährlich. Wenn wir entdeckt werden, wir uns der Kobold den Fischen zum Fraß vorwerfen. Und der Piratenkapitän Mecki Messer wird uns über dem Küchenfeuer rösten, ohhhh je.<

Frieda und Billy waren aber nicht mehr aufzuhalten. Sie wollten unbedingt dem Kobold das Handwerk legen, auch wenn es gefährlich war.

Für Mut und Kraft sangen sie gemeinsam leise, damit sie niemand in ihrem Blätterversteck hörte, das kleine Zauberlied >wir sind doch nicht irgendeiner, wir sind stolze Drachensteiner, Drachenherz und Drachenmut, dann wird alles wieder gut.<

Da bewegte sich das kleine grüne Zauberbuch und der kleine Lindwurm rülpste verschlafen und…. eine kleine Stichflamme schoss aus seinem Lindwurm-Schlund. Frieda griff beherzt zur Wasserflasche und konnte grade noch die Flamme löschen, bevor das wertvolle Buch ankokelte.

Dann drängten alle zur Eile. Sie schlichen durch die Bäume in Richtung Strand und in dem hektischen Getümmel nutzten sie jede Deckung um ungesehen bis zum Schiff zu gelangen.

Da, vor ihnen lag das Wasserfass. Es war riesengroß und hatte einen festen Deckel aus Holzplanken. Frieda hatte keine Ahnung, wie sie das Wasser aus dem Fass bekommen sollten und verlor schon wieder etwas von ihrer Strubbel-Stärke. Nichts klappte wie es sollte. Immer war alles so schwierig. Aber der kluge Billy wußte wie immer Rat. > Rocco hat den stärksten Schnabel, er hackt jetzt ein Loch in die Planke und das Wasser läuft raus, da, es wird gleich dunkel. Wenn das Fass leer ist, kriechen wir alle hinein und die Piraten rollen uns ins Schiff. Los Frieda, reiß Dich zusammen, es ist ein großes Abenteuer.< >Ach kluger Billy, wenn wir dich nicht hätten seufzte Frieda<

Gesagt, getan. Rocco hüpfte im Schutz von Gräsern und Büschen zu dem Fass und hackte, bis die Spähne flogen und er sich fast den Schnabel gebrochen hätte. Erst als er schon dachte, er würde es nicht schaffen, kam der erste Tropfen Wasser und dann brach ein Stückchen Holz aus dem Fass und dann floss das Wasser unbemerkt in den Sand. Nach einer Stunde war es leer gelaufen. Schnell sprangen alle freunde aus dem Gebüsch und krochen in das Fass. Billy war ja sehr biegsam und konnte das Fass auch verschließen und hinterher durch das Loch ins Fass kriechen. Wie toll, dass er ein echter Wurm war. >Aber eben ein Bücherwurm und kein Holzwurm< protestierte er.

Plötzlich kam das Fass ins Rollen. Ohhhh, sie wurden um und um gedreht. Irgendwelche Piraten hatten es in Bewegung versetzt. Es ging zum Schiff. Durch das Loch konnte man einen dicken, fetten Piraten mit einer Schürze sehen.

>Das ist Eisbein, der Schiffskoch, flüsterte der Rabe Rocco, aaaber ……..

Und dann polterte es ganz grausig und….

Liebe Kinder,
Wie es weitergeht, erfahrt Ihr morgen, wenn Ihr Eure Hausaufgaben gemacht habt

Heike Seele

Heike Seele

Heike Seele ist Stifterin der Seele-Stiftung, die 2012 gegründet wurde. Sie ist begeisterte Vollblut-Pädagogin und systemischer Coach. Die Lummerlandschule ist ein Herzensprojekt; und soll Kindern ein 2. Zuhause in der Schulbetreuung bieten und eine Werkstattschule, in der mit Kopf, Herz und Hand und viel Natur gelernt und erlebt wird. In Ihrer Freizeit ist Heike Seele gerne für Kinder "Sina die Geschichtenerzählerin", am liebsten mit selbst erfundenen Geschichten.

Heike Seele

Mike Brandt

Mike Brandt ist Musikpädagoge, Autor diverser Bücher für Kinder und Erwachsene, Musiker und Komponist. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Petra Brosch führt er nebenbei ein kleines Puppentheater. Die Puppen für dieses Theater hat Petra größtenteils selber angefertigt, um die Texte und Lieder kümmert sich Mike.