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Billy der Bücherwurm und die Corona Chroniken

Billy der Bücherwurm - Tag 5

Das Gewitter und ein heftiger Sturm fegte über den Wald. Immer, wenn der Regen zu heftig wurde, suchten sie Schutz unter einem Baum. Frieda Strubbelsträhne zitterte am ganzen Leib. Ihr war kalt. Und Billy? Der hatte natürlich Hunger. Was würde er jetzt für ein ordentliches Mathebuch, durch dass er sich durchfressen könnte, geben? Schließlich kamen sie an eine Kreuzung. Ratlos suchten sie herum, wo war der richtige Weg…Dann sahen sie merkwürdige geometrische Zeichen, die auf die Steine am Wegrand geritzt waren. Hier und da waren eine kleine Kugel eingezeichnet. Das sah aus…. Richtig, das waren die Zeichnung von den Corona-Knirpsen, da musste der Weg weitergehen. Weiter hinten sah man schon am Horizont das Meer glitzern. Und so wählten sie den linken Weg und schritten mutig voran. Nach einer halben Stunde erreichten sie einen Hügel, von dem aus in der Ferne ein uraltes Schloss zu erkennen war. Riesige Mauern und alte Wachtürme leuchteten in der Ferne und…. eine schwarze Fahne mit einer dieser kleinen gelben Kugeln in einem roten Dreieck im Burgwappen. Das konnte nur bedeuten, dass der Kobold auf dieser Burg war. Billy und Strubbelhaar wurden ganz aufgeregt. Vielleicht hatten sie ihn ja schon gefunden.

Da plötzlich flatterte ein großer, finster blickender Rabe, auf sie zu. Billy und Frieda drückten sich eng an eine Felswand und hielten die Luft an. Frieda erinnerte sich aber plötzlich an die Worte des Drachen, und murmelte immer wieder die magischen Worte > Drachenherz und Drachenmut….<

Da spürte sie, wie sie ganz stark wurde und mutig sprang sie vor, Billy neben sich.

Der schwarze Vogel umkreiste sie mit Krächzen und wildem Flügelschlag.

> ich bin Rokko, der Bote des dunklen Königs, dort oben auf der Burg. Ihr seid in unser Land eingedrungen und ihr dürft nicht weiterziehen, bevor Ihr nicht Euern Wegzoll gezahlt habt,< krächzte er und kam mit seinem spitzen Schnabel bedrohlich nahe.

Drei Aufgaben gäbe es zu lösen, sonst würden die Burgwachen sie gefangen nehmen.

Und gleich begann er, die Aufgaben zu stellen:

>Wie heißt der uralte magische Baum jenseits dieses Landes im Zauberwald, den nie ein Mensch gesehen hat ?< Frieda hüpfte vor Begeisterung, weil sie doch den alten Baumbart kannte. Der Rabe Rokko war sehr überrascht. Noch niemand hatte den Namen des Baumhüters gekannt. Zweite Frage: > wer ist der König dieser Burg<

Ohhh, das wußte Billy ganz genau > das ist sicher der Corona-Kobold, der hier mit seinen Corona-Knirpsen haust, wir haben nämlich sein Wappen gesehen<

Der Rabe wurde immer wütender. Gerne hätte er die Reisenden gefangengenommen. In der Burg brauchte man immer wieder neue Diener.

Er war sich aber sicher, die letzte Aufgabe konnten diese beiden komischen Freunde nicht lösen. Sie sollten die schwarze Finsternis, die über der Natur lag wieder in Farbe verwandeln, Niemand wüsste woher der schwarze Ruß und der Schlamm über den grünen Wiesen und den Blumen kam. Der Rabe Rokko freute sich und schnappte schon begehrlich nach Billy, So ein Wurm würde ihm gut zum Abendessen schmecken. Aber er hatte noch nie etwas von extrem klugen Bücherwürmern gehört und auch nichts von schusseligen, aber süßen kleinen Strubbel-Feen.

Da wurde Frieda so richtig lebendig. Pahhh, sie wusste sehr wohl, wer die Pestilenz und die schwarze Finsternis über die bunte Natur gezaubert hatte, uuuuund; … sie wußte auch, wie sie da helfen konnte.

Und sie dachte ganz doll an die magischen Worte Drachenherz und Drachenmut und sang aus voller Kehle Ihre Zaubermelodie:…………………..

Da geschah das Wunder ! Soweit man das kleine Lied hören konnte, zerbröselte der schwarze Schlamm und die finsteren, nebeligen Farben in der Landschaft. Die ersten Farben kamen hervor und je lauter Frieda sang, um so mehr Farben sprossen hervor. Bald sah die Wiese vor Ihnen aus, wie frisch gewaschen und die Blumen leuchteten in buntesten Farben..Frieda Strubbelhaar entdeckte immer mehr ihre Zauberkraft und der Rabe Rokko gab es auf. Gegen soo viel Magie kam auch er nicht an und zum ersten Mal überlegte er, ob er wohl dem richtigen König diente. Er machte kehrt und flog zu den Burgzinnen der dunklen Burg. Da fiel Billy etwas entscheidendes auf…..

Liebe Kinder,
Wie es weitergeht, erfahrt Ihr morgen, wenn Ihr Eure Hausaufgaben gemacht habt

Heike Seele

Heike Seele

Heike Seele ist Stifterin der Seele-Stiftung, die 2012 gegründet wurde. Sie ist begeisterte Vollblut-Pädagogin und systemischer Coach. Die Lummerlandschule ist ein Herzensprojekt; und soll Kindern ein 2. Zuhause in der Schulbetreuung bieten und eine Werkstattschule, in der mit Kopf, Herz und Hand und viel Natur gelernt und erlebt wird. In Ihrer Freizeit ist Heike Seele gerne für Kinder "Sina die Geschichtenerzählerin", am liebsten mit selbst erfundenen Geschichten.

Heike Seele

Mike Brandt

Mike Brandt ist Musikpädagoge, Autor diverser Bücher für Kinder und Erwachsene, Musiker und Komponist. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Petra Brosch führt er nebenbei ein kleines Puppentheater. Die Puppen für dieses Theater hat Petra größtenteils selber angefertigt, um die Texte und Lieder kümmert sich Mike.