Lummerlandschule @ home

Billy der Bücherwurm und die Corona Chroniken

Billy der Bücherwurm - Tag 4

Um die nächste Waldbiegung, hinter einer Kurve starrten Frieda Strubbelsträhne und Billy, der Bücherwurm erstaunt auf einen riesigen schwarzen Felsen. Er sah aus, wie ein Vulkankrater, aus dem schwarzer Rauch aufstieg. Rundherum war alles finster und grau. Beim Anblick der schwarzen Bäume und der schwarzen Erde wurde es Frieda ganz mulmig. Billy machte ihr Mut und versprach, dass sie diesen Corona-Kobold, der das angerichtet hatte, sicher finden würden. Er erzählte begeistert von den vielen Tieren und Wesen, die alle helfen würden; man musste doch nur fest zusammenhalten und jeder könne etwas anderes; gemeinsam seien sie viel stärker als die fiesen Knirpse. Frieda faste neuen Mut. Begeistert schwenkte sie ihren Zauberstab, sie summte eine kleine Melodie, die sie von ihrem Großvater Muriel kannte.

Da geschah ein kleines Wunder ! Eine schwarze Blume, ganz in ihrer Nähe, begann plötzlich wieder zu blühen. Billy zeigte verdattert auf die Pflanze und forderte Frieda auf, weiterzusingen. >wir sind doch nicht irgendeiner, wir sind stolze….. weiter wußte sie es nicht…< Frieda staunte aber dennoch Bauklötze. Sie konnte in aller Echtigkeit zaubern, endlich, Sie konnte….zaubern, hurraaaa. Billy dachte nach. Das konnte doch nur bedeuten… Frieda konnte mit diesem kleinen Zaubergesang die Natur wieder gesund machen. Wieder erblühte eine Blume. Sie solle weitersingen forderte Billy, dem klar wurde, dass es in der Macht einer Zweitklässler-Fee lag, den bösen Kobold zu verhindern. Aber Frieda wurde vom Singen ganz müde und musste erst mal aufhören. Neugierig gingen sie der schwarzen Spur des Kobolds hinterher, bis sie an einer Ecke des Felsens einen Höhleneingang sahen. In dieser Höhle räkelte sich ein riesiger roter Drache auf einem Stein und betrachtete die Ankömmlinge lauernd.

>Ahhh, da seid ihr ja endlich<, sagte er und spukte kleine Feuerwolken aus. >Es wird auch Zeit, dass ihr endlich auftaucht. Sonst ist unser Fabelwesenland nicht mehr zu retten.< Und er wollte sich auf keinen Fall um noch mehr Feinde kümmern müssen, wenn es immer schlimmer wurde mit der Pestilenz in der Natur. Billy und Frieda waren erstaunt dass er sie kannte, und sie schon erwartet hatte. Sie berichteten ihm von Ihrer Suche nach dem Kobold und seiner Knirpse-Armee. Der Drache hatte über den Waldfunk vom alten Baumbart gehört, dass Billy und Frieda Strubbelsträhne endlich die Fabelwesen waren, die es mit dem Corona-Kobold aufnehmen wollten. Er hatte auch gehört, dass Frieda magische Kräfte in sich hatte, die aber noch nicht richtig funktionierten. Und Frieda sang ihr neues Zauberlied >wir sind doch nicht irgendeiner, wir sind stolze…….und eine Blume vor dem Drachenstein streckte sich zur Sonne und erblühte.

Sie solle weitermachen, forderte der rote Drachen sie auf. Sie könne aber nicht weitermachen, meinte Frieda. Sie würde immer seeehr müde nach wenigen Minuten. Der Drache verriet ihr, wie sie mutig und stark bleiben könnte. >Du musst immer an die beiden magischen Worte Drachenherz und Drachenmut denken< grummelte er. > Dann bist Du hellwach und kannst immer weitersingen< Frieda probierte es aus….und siehe da; ein Baum und viele Blumen färbten sich wieder in ihren alten Farben.

Der Drache nickte zufrieden. Dann verriet er ihr ein ungeheuerliches Geheimnis: Es sei ihre Aufgabe, die magischen Wörter und die magische Melodie zu suchen und den Zauber immer stärker zu machen. Es gäbe aber auch magische Zeichen, sie sie suchen könnten und natürlich das rote Zauberbuch aus uralter Zeit., in dem die Lösung stehen würde. Aber das sei leider verloren gegangen. Und außerdem sei sie Frieda Strubbelsträhne die Fee, auf die man schon sehr lange gewartet habe im Zauberwald. Das Feeninternat sei auf einem uralten Drachenfelsen, dem Drachenstein, gebaut und zu jeder Lebzeit könne immer nur eine ausgewählte Fee die Rettung der Welt bewirken. Sie würde in Magie und Zauberei ausgebildet und bekäme das magische Zauberlied überliefert. Und so sagen es alle alten Schriften: Zusammen mit ihren Freunden, könnte sie die Welt vom Bösen befreien. In diesem Zeitalter sei das der besonders fiese Corona-Kobold. Billy, der Bücherwurm könne ihr helfen, das Lied und all die Worte zu merken und aufzuschreiben. Schließlich sei er ja ein komplett ausgebildeter Bücherwurm, der sich mit Worten auskenne. Und der Drache sang ihr das vollständige, magische, geheime Zauberlied vor…………………………………..

Frieda und Billy waren seeehr aufgeregt und und versprachen, dem Fabelwesenwald zu helfen und den Kobold zu fangen. Dann verabschiedeten sie sich und zogen weiter. Dunkle Wolken zogen auf. Ein Gewitter kam näher. Während ein gewaltiger Donner über den Himmel rollte, rief ihnen der Drache noch nach: „Bei der Abzweigung… nehmt den… Weg… sonst… der Rabe… Corona…. lösen…“

Doch sie hörten ihn nicht mehr.

Liebe Kinder,
Wie es weitergeht, erfahrt Ihr morgen, wenn Ihr Eure Hausaufgaben gemacht habt

Heike Seele

Heike Seele

Heike Seele ist Stifterin der Seele-Stiftung, die 2012 gegründet wurde. Sie ist begeisterte Vollblut-Pädagogin und systemischer Coach. Die Lummerlandschule ist ein Herzensprojekt; und soll Kindern ein 2. Zuhause in der Schulbetreuung bieten und eine Werkstattschule, in der mit Kopf, Herz und Hand und viel Natur gelernt und erlebt wird. In Ihrer Freizeit ist Heike Seele gerne für Kinder "Sina die Geschichtenerzählerin", am liebsten mit selbst erfundenen Geschichten.

Heike Seele

Mike Brandt

Mike Brandt ist Musikpädagoge, Autor diverser Bücher für Kinder und Erwachsene, Musiker und Komponist. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Petra Brosch führt er nebenbei ein kleines Puppentheater. Die Puppen für dieses Theater hat Petra größtenteils selber angefertigt, um die Texte und Lieder kümmert sich Mike.