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Billy der Bücherwurm und die Corona Chroniken

Billy der Bücherwurm - Tag 3

Plötzlich wurde die Ruhe im Zauberwald durch lautes Dröhnen und Knattern unterbrochen. Man hörte das Surren der Mücken und Hummeln nicht mehr. Das Rascheln der Blätter im Wind war wie weggeblasen. Nur der Baum schnarchte noch lauter. Mit einem mal erklang auch ein Scheppern und Donnern. Eine Dampfwolke kam auf die Billy und Frieda zu. Und plötzlich hielt mit quietschenden Reifen eine Mofa vor ihnen. Das allein war schon ungeheuerlich. Auf dem Mofa jedoch hockte zu allem Überfluss ein Krokodil. Ein Krokodil mit einem Schildkrötenpanzer als Helm auf dem Kopf.

Frieda Strubbelsträhne war sehr irritiert. Vorsichtshalber murmelte sie einen Zauberspruch, den sie noch von ihrer Großmutter kannte. Tommte, tomte…. …. ähhhm, wie war das noch ???

Und sie stellte das Krokodil zur Rede. Sie wollte wissen, wie es heißt, wie alt es sei und ob es überhaupt Mofa fahren dürfe. Das Krokodil war ein recht vorlautes Krokodil und beantwortete frech ihre Fragen. Es hieße Konrad, wäre 127 Jahre alt, und ja – es dürfte Mofa fahren, weil es alt genug sei. Außerdem hätte es schließlich einen Helm auf und einen grünen Lederanzug an. Und überhaupt sei Mofa fahren das einfachste auf der Welt. Und Konrad sang sein Mofa-Lied aus voller Kehle...

Billy war den Streit zwischen den beiden bald leid. Er unterbrach das Gespräch und bat Konrad ihnen zu helfen. Schließlich wollten sie alle doch großes Unglück abwenden und den bösen Corona-Kobold fangen. Er bat Konrad, sie an den Rand des westlichen Zauberwaldes zu fahren. Konrad war ein sehr freundliches Krokodil und willigte ein. Billy und Frieda stiegen auf das Knatterding hinter Konrad und los ging die Fahrt durch den Wald, über eine Bachbrücke und durch den tiefen Fluss, über Hügel und durch das grüne Tal. Frieda wurde ganz schlecht von all dem Gerüttel. Billy hingegen fand es toll, so durch die Gegend zu rasen. Und Konrad machte sowieso dauernd Witze beim Fahren. >Woran man ein freundlichen Mofa-Fahrer erkennt ? Na, an den Fliegen zwischen den Zähnen.<

Frieda war nach einer Weile völlig durch gerüttelt. Sie wollte auch dieses Abenteuer ihrem Feen Volk in einem Brief schildern. Aber damit auch der alte Elfenkönig Muriel alles verstehen könnte, müsste sie ihn auch in Englisch übersetzen, denn der alte Elfenkönig Muriel war alter englischer Elfen-Adel.

Schließlich erreichten sie den westlichen Rand des Zauberwaldes. Und hier verging selbst Billy das Lachen. Sie fuhren an lauter schwarzen Bäumen vorbei, deren Blätter schwarz waren und hinabfielen, als wären sie aus Kohle. Es roch nach Fäulnis und die Luft schmeckte verdorben. Hier war kurz vorher der Corona-Kobold und seine Knirpse gewesen.

Plötzlich begann das Mofa zu tuckern. Und es blieb stehen. Tja, meinte Konrad, Ende der Reise! Das Mofa hatte keinen Sprit mehr. Es fuhr nämlich mit Brombeersaft. Der war hier nicht leicht zu bekommen. Frieda war ganz froh darüber. Sie war die Ruckelei ordentlich leid.

Sie und Billy bedankten sich herzlich bei Konrad, dem Krokodil, nahmen Abschied und betraten den kleinen Waldweg, der sich am Rande des Zauberwaldes in den Büschen schlängelte. Sie wollten auf dem Weg weiterziehen ins Land der grauen Trolle. Dieses mussten sie durchqueren, um ins Nebelgebirge zu kommen.

Aber dann sahen sie ihn plötzlich vor sich aufragen...

Liebe Kinder,
Wie es weitergeht, erfahrt Ihr morgen, wenn Ihr Eure Hausaufgaben gemacht habt

Heike Seele

Heike Seele

Heike Seele ist Stifterin der Seele-Stiftung, die 2012 gegründet wurde. Sie ist begeisterte Vollblut-Pädagogin und systemischer Coach. Die Lummerlandschule ist ein Herzensprojekt; und soll Kindern ein 2. Zuhause in der Schulbetreuung bieten und eine Werkstattschule, in der mit Kopf, Herz und Hand und viel Natur gelernt und erlebt wird. In Ihrer Freizeit ist Heike Seele gerne für Kinder "Sina die Geschichtenerzählerin", am liebsten mit selbst erfundenen Geschichten.

Heike Seele

Mike Brandt

Mike Brandt ist Musikpädagoge, Autor diverser Bücher für Kinder und Erwachsene, Musiker und Komponist. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Petra Brosch führt er nebenbei ein kleines Puppentheater. Die Puppen für dieses Theater hat Petra größtenteils selber angefertigt, um die Texte und Lieder kümmert sich Mike.