Lummerlandschule @ home

Billy der Bücherwurm und die Corona Chroniken

Billy der Bücherwurm - Tag 2

Frida Strubbelstähne dachte fieberhaft nach. „wenn der Corona-Kobold wirklich sooo gemein war, dann müsste sie dringend ihr Feenland warnen. Sie würde einen langen Brief schreiben und ihn über Fiffi die Fledermaus, ins Feenland senden. Als Frieda endlich alle ihre wichtigen Utensilien beisammen hatte machte sie sich mit Billy auf in den Zauberwald. Die Fee hatte immer noch Zweifel an Billys Geschichte. Schon lange hatte es im Zauberwald nichts Böses mehr gegeben. Sie wanderten über den kleinen Murmel-Bach, in dem ein freundlicher Wassergeist lebte. Vorbei am Fuchsbau von Meister Reineke und der uralten Bärenhöhle von Meister Petz, Zwergen und fröhliche Wurzelwesen, die hier seit Jahr und Tag friedlich miteinander lebten, begegneten ihnen. Hier schien niemand eine Gefahr zu spüren. Auf einer Lichtung setzte sich Frieda in das Gras. Sie konnte nicht mehr laufen und brauchte eine Pause. Eine Mäusefamilie lief durch den Farn und beobachtete sie. Ein alter Baum neben ihnen gähnte. Er gähnte? Tatsächlich er gähnte. Billy sprang zurück. Und Frieda hob ihren Zauberstab und schwang ihn und murmelte einen Zauberspruch. >Wind, Wind wehe…. ähhhm, wie war das noch ???

Billy kam schnell dahinter, dass Frieda Strubbelsträhne wohl keine aufmerksame Schülerin sei, wenn sie nur halbe Zaubersprüche kannte. Gerade wollte er mit ihr schimpfen, da ertönte eine tiefe, knorrige Stimme und der Baum neben ihnen bot Frieda mit tiefer, knorriger Stimme an, dass sie in die Baumschule kommen könnte, denn da wäre das Lernen deutlich angenehmer.

Frieda und Billy erschraken. Ein sprechender Baum? Billy fand zuerst seine Stimme wieder. Und da er es eilig hatte, die Suche nach dem Corona-Kobold fortzusetzen, fragte er den Baum, ob er den Kobold gesehen hätte.

„Und ob!“, antwortete der Baum bedächtig. Der Kobold hätte lange nebenan im Moor gelebt. Und seine Verwandten aus dem Westland hätten ihm über den Wurzelfunk mitgeteilt, dass Teile des Waldes dort ganz schwarz und krank geworden wären. Dann hob der Baum einen seiner Zweige und zum Vorschein kam ein kleiner gelber Ball, der sich schnell bemühte wegzurollen.

Das war einer von den Corona-Knirpsen. Frieda machte große Augen. so also sahen die Gehilfen von dem Fiesling aus. Gar nicht so schrecklich… und trotzdem spürte sie Angst. Denn, überall, wo die kleine Kugel her rollte, zog sich ein stinkiger schwarzer Streifen her, der garstig und ekelig aussah.

Einige Mäuse, kamen des Weges. Sie konnten leider nur englisch sprechen und erzählten Billy und Frieda, was sich seit dem Eintreffen der Corona-Knirpse im Wald verändert hatte...

Die Mäuse wußten von dem geheimen Versteck der Knirpse. Sie wohnen mit dem Kobold im Finsterwald, weit weit im Nebelgebirge. Niemand von ihnen war je dort gewesen. Aber die Wildgänse hatten dieses Land schon einmal von oben gesehen, als sie es überflogen haben und dabei wären ihnen fast alle Federn ausgefallen, sooo schlimm waren die Nebeldämpfe dort. Billy und Frieda war klar, dass sie zu Fuß nicht wirklich weiter kommen würden, da hatte Billy die zündende Idee.

Konrad, der könnte jetzt wirklich helfen !!!

Frieda war erstaunt, wer zum Teufel war Konrad ??? Billy grinste. Konrad ist ein Krokodil, aber eben ein ganz besonderes Krokodil. Billy sang den Kroko-Rapp aus voller Kehle...

Liebe Kinder,
Wie es weitergeht, erfahrt Ihr morgen, wenn Ihr Eure Hausaufgaben gemacht habt

Heike Seele

Heike Seele

Heike Seele ist Stifterin der Seele-Stiftung, die 2012 gegründet wurde. Sie ist begeisterte Vollblut-Pädagogin und systemischer Coach. Die Lummerlandschule ist ein Herzensprojekt; und soll Kindern ein 2. Zuhause in der Schulbetreuung bieten und eine Werkstattschule, in der mit Kopf, Herz und Hand und viel Natur gelernt und erlebt wird. In Ihrer Freizeit ist Heike Seele gerne für Kinder "Sina die Geschichtenerzählerin", am liebsten mit selbst erfundenen Geschichten.

Heike Seele

Mike Brandt

Mike Brandt ist Musikpädagoge, Autor diverser Bücher für Kinder und Erwachsene, Musiker und Komponist. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Petra Brosch führt er nebenbei ein kleines Puppentheater. Die Puppen für dieses Theater hat Petra größtenteils selber angefertigt, um die Texte und Lieder kümmert sich Mike.