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Billy der Bücherwurm und die Corona Chroniken

Billy der Bücherwurm - Tag 10

Das große Wasserfass setzte sich plötzlich in Bewegung, das es ihnen ganz schlecht wurde. Der Rabe Rocco verbog sich seinen Schnabel und hätte fast Billy, den Bücherwurm verschluckt. Billy wurde es Angst und Bange. Auch Frieda Strubbelhaar musste sich daran erinnern, dass sie doch struubel-stark sein wollte, statt Angst zu haben. Doch bevor sie es nicht mehr aushalten konnten, stand plötzlich das Fass still. Sie waren an Bord des Schiffes tief im Schiffsboden angekommen und das Proviantlager wurde voller und voller gepackt. Matrosen schafften viele Kisten und Fässer heran und alles stapelte sich übereinander. Dann wurde es plötzlich ruhig im tiefen Schiffsbauch.

Es gab ein großes Gedrängel an dem kleinen Guckloch in dem Wasserfass. Alle Freunde wollten gleichzeitig sehen, wo sie waren. Schließlich hatte Frieda Strubbelhaar es satt, hin und her gestupst zu werden. Sie riss todesmutig den Deckel vom Fass. > los, wir müssen den bösen Corona-Kobold finden, lasst uns jetzt das Schiff absuchen.<

Uiiii, hier sah es wild aus. Das Schiff rumpelte und schaukelte und begann aus dem Hafen auszulaufen. Neugierig schlichen sie alle zusammen durch den Schiffsbauch und drängelten sich durch Kisten und Fässer. Billy sah eine Treppe, die hoch zum Deck des Schiffes führte. >da müssen wir hoch, wir sollten aber warten, bis es dunkel ist. Wenn wir entdeckt werden, wird es uns schlecht gehen.< Frieda und Rocco bogen grade um die nächste riesige Kiste, da hörten sie Schritte. Rocco war ganz aufgeregt.> rasch, krächzte er, wir kriegen Besuch, los hinter den Kasten dort. Ich werden sonst sicher im Suppentopf des Kobolds landen, ohhh, je, ohhh, je.<

Durch den Gang kam ein Pirat, der aussah wie ein Schiffskoch. Sicher wollte er die Vorräte prüfen, denn der Corona-Kobod wolle auch auf See gutes Essen haben.

Billy fand, dass der Pirat nicht sehr gefährlich aussah, sondern eher ein freundlicher gutmütiger Mensch zu sein schien. Rocco gab ihm Recht. > Ich kenne den Kerl, flüsterte er. Sein Name ist Eisbein, er dient dem Kobold aber nicht freiwillig. Er ist sein Gefangener und er hat große Angst vor seinen Corona-Knirpsen.< > Ohhh, was für ein fieser Mistkerl, dieser Corona-Kobold. < Frieda war sehr wütend und wollte gleich einen kleinen Zauberspruch losschicken. Sie würde diesen Kobold in ein fettes Ferkel verzaubern und dann müßte er im Suppentopf landen. Und grade als sie den Zauberstab zücken wollte, hatte der Pirat Eisbein sie entdeckt. Eine vorwitzige Strubbelsträhne war über den Kistenrand geflogen.

>haaa, erwischt, schrie er. Ihr seid blinde Passagiere, ich muss sofort den Käpten informieren. Ihr werdet Euer blaues Wunder erleben. Der Corona-Kobold wird Euch roh zum Frühstück verspeisen. <

Da flog ihm der Rabe Rocco auf die Schulter und krächzte. >Hey, Esbein, kennst Du mich nicht mehr? Hör zu Eisbein, Du bist doch auch ein Gefangener. Wir hier sind dicke Freunde und haben beschlossen, den Korona-Kobold zu besiegen. Wir, und alle Wesen im Zauberwald haben zu lange unter diesem gemeinen Kobold und seiner Bande gelitten. Er zerstört unseren Lebensraum, wir werden alle krank und viele sind schon verschwunden. Willst Du uns nicht helfen, den Kobold und seine Knirpse zu besiegen und gefangen zu nehmen? Ohhh, ja, bitte, hilf uns, riefen auch Billy und Frieda.< Und sie konnten sich nicht mehr beherrschen und sangen gemeinsam ihr kleines Zauberlied. Der Pirat Eisbein war sehr erstaunt über diese neue Sache. Da standen plötzlich 3 blinde Passagiere, einer davon der alte Diener von seinem Herrn und sie wollten den auch noch besiegen. Er fragte sich, ob er vielleicht träumte. Aber er träumte nicht. Das war vielleicht seine große Chance. Vielleicht könnte auch er frei kommen. Sollte er sich den Freunden anschließen. Aber, wenn es schief ging, dann wäre sein Leben zu Ende.

Nach einer kleinen Pause hatte er sich entschieden. Er zückte sein Messer und riss den Arm hoch. > Haaaa, schrie er……..<

Liebe Kinder,
Wie es weitergeht, erfahrt Ihr morgen, wenn Ihr Eure Hausaufgaben gemacht habt

Heike Seele

Heike Seele

Heike Seele ist Stifterin der Seele-Stiftung, die 2012 gegründet wurde. Sie ist begeisterte Vollblut-Pädagogin und systemischer Coach. Die Lummerlandschule ist ein Herzensprojekt; und soll Kindern ein 2. Zuhause in der Schulbetreuung bieten und eine Werkstattschule, in der mit Kopf, Herz und Hand und viel Natur gelernt und erlebt wird. In Ihrer Freizeit ist Heike Seele gerne für Kinder "Sina die Geschichtenerzählerin", am liebsten mit selbst erfundenen Geschichten.

Heike Seele

Mike Brandt

Mike Brandt ist Musikpädagoge, Autor diverser Bücher für Kinder und Erwachsene, Musiker und Komponist. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Petra Brosch führt er nebenbei ein kleines Puppentheater. Die Puppen für dieses Theater hat Petra größtenteils selber angefertigt, um die Texte und Lieder kümmert sich Mike.