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Billy der Bücherwurm und die Corona Chroniken

Billy der Bücherwurm - Tag 1

Frieda Strubbelsträhne – Fee im zweiten Feenschuljahr und somit noch ohne Flügel – trampelte wütend durch ihr Feenzimmer im Erdgeschoss des Feeninternats. Dabei warf sie Bücher durch den Raum, kippte den Papierkorb aus und räumte ihn wieder ein. Das dauerte allerdings nicht besonders lange, denn im Papierkorb lag lediglich ein angeknabberter Apfel. Und das konnte eigentlich nicht sein. Auch ihren Schreibtisch durchsuchte sie mit feenhafter Gründlichkeit. Sie verstand es einfach nicht. Wo waren all die Blätter hin? Und warum fehlten in ihren Schulbüchern einzelne Seiten? Gestern Abend war alles noch in bester Ordnung gewesen. Die Sonne schien durch das Fenster in das kleine Zimmer und gerade, als Frieda die Suche nach den verschwundenen Seiten aufgeben wollte, fiel ihr Blick auf ihren Kleiderschrank. Die Tür vom Kleiderschrank stand offen! Frieda Strubbelsträhne war eine mehr als ordentliche Fee. Niemals ließ sie eine Tür offen stehen! Frieda schnappte sich ihren Zauberstab der Klasse 2 – also nur für kleine Zauber der Stufe 2 geeignet – und zog langsam die Tür vom Kleiderschrank auf. Und was sie dort sah, war das Merkwürdigste, was sie je gesehen hatte: Zwischen ihren goldenen Feenstrümpfen lag ein schwarzer Wurm und starrte sie aus großen Augen an. >Hallo <, sagte der Wurm freundlich und sang ihr zur Beruhigung sein Bücherwurmlied aus voller Kehle.

Frieda schrie auf und begann den Zauberstab zu schwingen. Nur: Welchen Zauberspruch sollte sie sie wählen? Es fiel ihr keiner ein, mit dem sie schwarze sprechende Würmer fortzaubern könnte. Aber halt: doch da fiel ihr ein wirklich starker Zauberspruch ein > holle, holle dunkler Mond…. ähhhm, wie war das noch ?? Leider zeigte dieser Spruch nur seine Wirkung bei Vollmond und Regenwetter……und auch nur, wenn man den Spruch richtig sagen konnte….

„Mein Name ist Billy! –Billy Bücherwurm!“

„Frieda! Frieda Strubbelsträhne“, antwortete sie ziemlich wütend, weil der Zauberspruch nicht gelungen war. „Was machst du in meinem Schrank?“ >Ich… bin auf der Suche< Der Bücherwurm kletterte aus der Schranktür und ringelte sich in eine Schublade. Friedas Blick fiel auf das, was der Wurm hinterlassen hatte: Einen Haufen Papierschnipsel. Die Fee wurde etwas zornig.

Kann es sein, dass DU meine Bücher auffrisst ?

Billy erklärte ihr, dass er Bücher als Bücherwurm nur lesen könne, wenn er sie frisst. Und in einem besonderen, sehr alten Buch, welches ihm immer noch schwer im Magen lag, nachdem er es gefressen hatte, hatte er etwas sehr Ungeheuerliches und Gefährliches gelesen. Billy zeigte ihr ein zerknittertes Blatt, auf dem mit Strichen ein seltsames Wesen abgebildet war. Frieda Goldhaar hatte solch ein Geschöpf noch nie gesehen.

>Das ist ein besonders fieser Kobold<, erklärte Billy, >Sein Name lautet: „Corona-Kobold“ Er ist äußerst gefährlich. Er kann Stromstöße aussenden und Menschen elektrisieren. Und er kann sie krank machen< Und Billy erzählte der Fee, wie dieser fiese „Corona-Kobold“ mit seiner Armee von noch fieseren „Corona-Knirpsen“, die ganze Welt in einen schwarzen, stinkigen Sumpf verwandeln würde, wenn seine Zeit gekommen wäre. Alle Farben sollen vergehen, alles Schöne würde hässlich, und alle Menschen und Kinder würden krank werden. Die Fee schüttelte bei seinen Worten ihre wilden Wusellocken. So recht wollte sie Billy nicht glauben.

Es war doch alles sooo schön. Die Sonne schien auf Friedas goldenes Röckchen, die Schmetterlings flatterten von Blüte zu Blüte und die Luft duftete nach Honig und Waldmeister!“ Billy schaut sie schweigend an. Dann seufzt er und zeigt ihr einen schwarzen Blütenstängel, von einer Butterblume, die schon vergiftet war. und er wurde sehr traurig.

Strubbelsträhne erschrak angesichts der armen Butterblume. Da erkannte sie, das Billy vielleicht doch recht hatte, und versprach, ihm bei seiner Suche nach dem Corona-Kobold und seinen Knirpsen zu helfen. – Natürlich erst, nachdem sie ihre Reisekiste gepackt hat mit vielen Dingen, die sie für nützlich hielt und in der sich viele wichtige Dinge unterbringen ließen wie: ihren Zauberstab, ihr Zauberpuder, ihr Honig-Lippenbalsam… Aber dann plötzlich, fiel ihr etwas furchtbares ein...

Liebe Kinder,
Wie es weitergeht, erfahrt Ihr morgen, wenn Ihr Eure Hausaufgaben gemacht habt

Heike Seele

Heike Seele

Heike Seele ist Stifterin der Seele-Stiftung, die 2012 gegründet wurde. Sie ist begeisterte Vollblut-Pädagogin und systemischer Coach. Die Lummerlandschule ist ein Herzensprojekt; und soll Kindern ein 2. Zuhause in der Schulbetreuung bieten und eine Werkstattschule, in der mit Kopf, Herz und Hand und viel Natur gelernt und erlebt wird. In Ihrer Freizeit ist Heike Seele gerne für Kinder "Sina die Geschichtenerzählerin", am liebsten mit selbst erfundenen Geschichten.

Heike Seele

Mike Brandt

Mike Brandt ist Musikpädagoge, Autor diverser Bücher für Kinder und Erwachsene, Musiker und Komponist. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Petra Brosch führt er nebenbei ein kleines Puppentheater. Die Puppen für dieses Theater hat Petra größtenteils selber angefertigt, um die Texte und Lieder kümmert sich Mike.